Archive for the ‘Christliches Brauchtum 4’ Category

Exkurse 3

Vom Weihnachts- und Prangerschießen Das Schießen (Böllern) zum Christfest und zum Fronleichnams-(Pranger-)Tag ist ein Brauch, der vor allem im süddeut¬schen Sprachgebiet beheimatet ist. In Deutschland ist er vor allem im Berch-tesgadener Land weit verbreitet und be¬liebt. Geschossen wurde aus »schweren Böl¬lern«, gußeisernen Rohren, die auf Räder¬gestellen ruhten und aus Handböllem (Pistolen). (Zeitweise wurde auch aus […]

Exkurse 2

Das Schlagen mit der (Lebens-)Rute In den meisten Ländern des deutschen Sprachraums gibt es den Brauch, Mäd¬chen, junge Burschen… aber auch die Großeltern u.a. mit Ruten verschiedener Art zu »schlagen«. Die (heute oft sehr verborgene) Wurzel solchen Brauchs ist der »Schlag mit der Lebensrute«, der vor allem Fruchtbarkeit schenken soll. Er diente aber auch zur […]

Exkurse

Gebildbrote Die Wortschöpfung geht auf E. L. Roch- holz zurück, dessen Buch: »Deutscher Glaube und Brauch im Spiegel heidni¬scher Vorzeit« 1867 in Berlin erschien. Wir verstehen darunter Teigwaren (Brote, Gebäck…) in Menschen- oder Tierge¬stalt; aber auch Backformen, welche Symbole (Rad, Sonne…) darstellen. Sol¬che Gebildbrote sind mit den Bräuchen fast aller Feste und Zeiten im (Kirchen-) […]

Das Fest des Heiligen Martin und das Brauchtum des Festes 3

Die Legenden, welche den Zusammen¬hang der Gänse mit dem Fest des Heiligen erläutern sollen, sind späteren Ursprungs. So sollen die Gänse den Heiligen durch ihr Geschnatter verraten haben, als er sich im Gefühl seiner Unwürdigkeit in ihrem Stall verbarg, um nicht das Bischofsamt in Tours annehmen zu müssen. Auch sol¬len die Gänse den Heiligen einmal […]

Das Fest des Heiligen Martin und das Brauchtum des Festes 2

Das Brauchtum des Festes Der sicher bekannteste und wichtigste Brauch des Festes ist der »Martins(um)- zug«, mit dem heute vielfach die Darstel¬lung der »Mantelszene« verbunden ist. Herkunft und Alter des Brauchs sind um¬stritten. Moser versucht, umfassend zu be¬gründen, daß der Brauch aus der Periko- penordnung des Festes hervorging. Er ver¬weist auf ein Perikopenbuch des 10./11. […]

Das Fest des Heiligen Martin und das Brauchtum des Festes

Das Leben des Heiligen und seine Verehrung Martin lebte und wirkte im 4. Jahrhundert nach Christus. Er wurde 316/317 in Sa- baria (Steinamanger) in Pannonien gebo¬ren. Mit 15 Jahren tritt er in die römische Armee ein und dient unter den Kaisern Constantius und Julian. In diese Zeit fällt die »Mantelteilung« vor Amiens: Martin schenkt einem […]

Das Fest des Heiligen Hubertus und das Brauchtum des Festes 2

Das Brauchtum des Festes Seit Jahrhunderten war und ist es Brauch, am Festtag des Heiligen, also am 3. No¬vember, eine Drück- oder Treibjagd oder aber eine (besinnlichere) Ansitzjagd durchzuführen. Vielerorts (nicht zuletzt bei den Hofjagden) wurde vor der Jagd eine Eucharistie zu Ehren des Heiligen gefeiert. Solche Gottesdienste sind wahr¬scheinlich schon im 9./10. Jahrhundert ge¬feiert […]

Das Fest des Heiligen Hubertus und das Brauchtum des Festes

Die Geschichte der Verehrung des Heiligen Die Geschichte des Heiligen Hubertus ist eng mit der des Heiligen Eustathius (gr.) = Eustachius (lat.) verbunden. Nach den »romanhaften, aus verschiedenen Quellen kompilierten Viten« (LCI), die später vor allem durch die Legenda aurea verbreitet worden sind, wurde Placidus, ein berühm¬ter Feldherr des Kaisers Trajan, auf der Jagd durch […]

Allerheiligen/Allerseelen und das Totenbrauchtum 4

c.Vor dem Begräbnis (oder im Anschluß daran) wird das Requiem für die Tote (den Toten) gefeiert. Bei diesem Requiem wer¬den zum Gedenken an die Toten »Sterbe¬bildchen«… ausgeteilt, die außer einem Andachtsbild die Geburts- und Todesda¬ten und ein Gebet für die Verstorbenen enthalten. Manchmal zeigen diese Sterbe¬bilder auch das Foto des oder der Toten. Priester oder […]

Allerheiligen/Allerseelen und das Totenbrauchtum 3

Der Allerseelentag war früher von vielfa¬chem anderen Brauchtum umgeben, wobei die Schwelle zum Aberglauben (oder zur Kuriosität) oft überschritten wurde. Der Volksglaube hat ja immer daran festge¬halten, daß bestimmte Tote »umgehen«, daß sie als Seelengeister, Irrlichter, aber auch als bestimmte geheimnisvolle Tiere (Frösche, Kröten, Unken…) erscheinen, um ihre Seelenruhe bitten und andere an ihre Schuld […]