Archive for the ‘Christliches Brauchtum 3’ Category

Das Fest der Himmelfahrt Mariens und sein Brauchtum 6

Aufgrund solcher Sinngebung des Brau¬ches sollten vorwiegend Heilkräuter zum Krautbund gebunden werden. Die gewähl¬ten Kräuter sind dann Hinweis auf die vie¬len anderen Pflanzen, die (wie die geweih¬ten) ihre Kräfte des Heilens haben. Die Wahrung der Tradition (die zu jedem Brauchtum gehört) und die Achtung vor den Vorfahren sollten uns die Kräuter wäh¬len lassen, die schon […]

Das Fest der Himmelfahrt Mariens und sein Brauchtum 5

Auch diese Pflanze »schützte gegen bösen Zauber und gegen die Hexen«. »Tausend¬güldenkraut, du nimmst mir meine Braut«, klagt der Teufel in einer unterfränkischen Sage. Mit einem Kranz solcher Pflanzen kann man in der Walpurgisnacht die He¬xen sehen usw. Die Legendenbildung lag vom Namen her nahe. So wird in Variationen erzählt von dem Mann, der bei […]

Das Fest der Himmelfahrt Mariens und sein Brauchtum 4

Der Rainfarn (Chrysanthemum vulgare/Tanacetum vulgare) Der Name hat nach H. Carl (aus ahd. rein(e)fane; mhd. reine vane) die Bedeu¬tung: »Grenzfahne«. Das Kraut wurde be¬kannt und berühmt durch die Aufnahme in das capitulare de villis Karls des Großen (tanacitam genannt). Sonst wird es oft in den einschlägigen Büchern übergangen, v. Perge vermerkt kurz, daß das Kraut […]

Das Fest der Himmelfahrt Mariens und sein Brauchtum 3

Dagegen können wir für das Mittelalter nicht nachweisen, daß der Brauch eine bestimmte Anzahl von Pflanzen erfordert hätte. Später werden neunerlei Pflanzen genannt, dann auch 77 verschiedene Pflan¬zen. ln jüngerer Zeit schwankt die Zahl zwischen 7 (der alten heiligen Zahl) und 72 (mit Hinweis auf die ausgesandten 72 Jünger) und endlich 99. Im allgemeinen werden […]

Das Fest der Himmelfahrt Mariens und sein Brauchtum 2

Viel heidnisches Erbe ist bei der christli¬chen Adaption des Brauches geblieben, so wie ja das uralte Wissen der Weisen über¬nommen wurde. Das hat zu einem sehr ehrfürchtigen Umgang mit den Kräutern geführt, denen wir wegen ihrer Heilkraft großen Dank schulden. Erste historische Belege für eine Kräuter¬weihe am Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel finden […]

Das Fest der Himmelfahrt Mariens und sein Brauchtum

Zur Theologie des Festes Nach früh bezeugtem Glauben der Kirche wurde Maria »am Ende ihres irdischen Le¬benslaufs« mit Leib undSeele in die Herr¬lichkeit des Himmels (Gottes) aufgenom¬men. Dieser Glaube betont die besondere Würde, die Maria, die Gottesmutter, in der Gemeinschaft der Kirche besitzt, und ihren Anteil an der Erlösungstat des Sohnes. In ihrer Aufnahme in […]

Das Geburtsfest Johannes des Täufers und das Brauchtum des Festes 3

Außer den Sonnwendfeuern, die gelegent¬lich den Namen behalten haben, sonst aber zu »Johannisfeuern« geworden sind, hat sich wenig vom vielfältigen Brauch¬tum erhalten. Die Feuer dieser Nacht sind selten wirklich »getauft« worden, sind selten zu christlichem Feuerbrauch geworden. Einen solchen Versuch schil-dert Bronner (1908) aus dem Walsertal: »Dort wird an einem recht schönen Abend in der […]

Das Geburtsfest Johannes des Täufers und das Brauchtum des Festes 2

Das Brauchtum des Festes Das Fest hat kein genuines Brauchtum entwickelt, was angesichts des theologi¬schen Inhalts des Festes verständlich ist. Dabei gibt es kaum Tage im Jahr, die reicher an Brauchtum wären. Aber es ist durchgängig das Brauchtum der Sonnen¬wende, das nach der Christianisierung langsam mit dem Fest des Täufers ver¬bunden wurde. Mit feinem Gespür […]

Das Geburtsfest Johannes des Täufers und das Brauchtum des Festes

Zur Theologie des Festes Ein Fest zur Feier der leiblichen Geburt finden wir im Heiligenkalender nur bei der Gottesmutter und bei Johannes, dem Vorläufer. Bei allen andern Heiligen gilt der Tag des Todes als eigentlicher Ge¬burtstag (des neuen, verklärten Men¬schen). Maria und Johannes aber waren so wichtig im Heilsgeschehen, daß ihre Geburt (von Gott vorausbestimmt) […]

Das Fronleichnamsfest und sein Brauchtum 3

Aber es sind im Lauf der Geschichte gerade die Armen gewesen, die mit ihren Spenden geholfen haben, die Kirchen und Kapellen wunderbar auszuschmücken. Viele der kostbaren Gefäße, Monstranzen und Gewänder sind Zeugnisse der Fröm¬migkeit, die zur größeren Ehre Gottes gefertigt und gebraucht wurden. Aber es ist wichtig, in Wort und Lied der theologia crucis Raum […]