Archive for the ‘Christliches Brauchtum 2’ Category

Das Osterfest und sein Brauchtum 19

Man hätte vermuten können, daß gerade am Ostertag die Botschaft als eine »Frohe« Botschaft ausgelegt werde, daß also der Scherz, die humorvolle Geschichte.. .dazu dienten, das Mysterium bereiter aufzuneh¬men, es tiefer verstehen zu lehren. Aber schon Oekolampadius schreibt, daß bei einem Gespräch über das Osterlachen, bei dem er gefragt habe, ob »diese Dinge« (die von […]

Das Osterfest und sein Brauchtum 18

Das Osterlachen (risus paschalis) Zum Schluß der Betrachtungen über die Bräuche der Osterzeit soll eines Brauches gedacht werden, der viele Jahrhunderte hindurch in den Kirchen üblich war: des Osterlachens. Der Prediger versuchte am Osterfest, die Gemeinde durch komische oder groteske Körpersprache, später aus¬schließlich durch sogenannte »Ostermär-lein«, derb-lustige Geschichten, zum La¬chen zu bringen. Der Sinn ist […]

Das Osterfest und sein Brauchtum 17

Das Osterwasser Wasser spendet Leben. Wo immer sich ein Rinnsal Wassers befindet, bringt selbst die Wüste Leben hervor. Ohne Wasser muß alles Leben vergehen, und uns Men¬schen ist ein Leben ohne Wasser nur we¬nige Tage lang möglich. Das Wasser reinigt und heilt – aber es zerstört auch, wenn es in gewaltigen Fluten Äcker und Dörfer […]

Das Osterfest und sein Brauchtum 16

Der Osterhase Wie der Weihnachtsmann, ist auch der Osterhase seltsam geschichtslos. Er tauch¬te plötzlich im Brauchtum auf und eroberte sich in den letzten Jahrzehnten einen Platz, der ihm in keiner Weise zukommt. Erwähnt wird er zum ersten Mal in der Abhandlung: »De ovis (ovibus) paschali- bus. Von Oster-Eyern« des Georg Frank von 1682. Dort heißt […]

Das Osterfest und sein Brauchtum 15

Der Brauch, Ostereier an frisch grünende Zweige zu hängen, sollte wegen der dop¬pelten Lebenssymbolik sehr gepflegt wer¬den. Sinnvoll ist es auch, etwa zehn Tage vor dem Fest Grassamen (oder Gerstenkörner) in mit Erde gefüllte Schalen zu säen. Die Ostereier können dann in »grüne Nester« gelegt werden, wobei auch hier eine dop¬pelte Lebenssymbolik deutlich ist. Die […]

Das Osterfest und sein Brauchtum 14

Das Osterei Das Ei ist ein uraltes Fruchtbarkeitssym¬bol. Wie aus der Eizelle der Mutter alles Leben hervorgeht, kennt der Mythos die Entstehung des Alls aus dem Urei. Nach dem pelasgischen Schöpfungsmythos der Griechen paarte sich die Urgöttin Euryno- me mit der von ihr selbst geschaffenen Urschlange Ophion und legte daraufhin in Gestalt der Taube das […]

Das Osterfest und sein Brauchtum 13

Die österliche Speisenweihe Wir haben bereits gesagt, daß das Lamm oder Lammfleisch der Urbestand der Speisenweihe zum Osterfest waren. Es wurden jedoch bald auch andere Speisen zur Weihe gebracht, so die in der Fa-stenzeit weithin verbotenen Laktizinien: Milch, Butter, Käse, Eier und weitere Fleischspeisen. Gerhard, der Biograph des Heiligen Ulrich von Augsburg, erwähnt schon vor […]

Das Osterfest und sein Brauchtum 12

Das Osterlamm Das Lamm (ob als junges Schaf oder als junge Ziege) ist Symbol des Ohnmächti¬gen, da es gegen die wilden Tiere ohne Waffen ist, und Bild des Wehrlosen, da es sich willig dem Scherer und dem Schlächter hingibt. Das Lamm war daher im AT ein bevorzug¬tes Opfertier (das hauptsächlich in priester¬schriftlichen oder kultisch orientierten […]

Das Osterfest und sein Brauchtum 11

Die »allegorische Gestaltungsfreude gal¬lischer und fränkischer Theologen stattete die Osterkerze mit weiteren symbolträch¬tigen Elementen aus, die auch in der er¬neuerten Ostemachtliturgie in die Licht¬feier eingebaut werden können«. Gemeint ist das Einritzen der Jahreszahl, das Einstecken der Weihrauchkömer etc. Aus den »laudes cerei« des Ennodius ergibt sich, daß man schon um 500 die Osterkerze zerstückelte und […]

Das Osterfest und sein Brauchtum 10

Osterfeuer und Osterkerze Das Feuer ist eines der größten Güter der Menschheit. Es erhellt die Dunkelheit, die Nacht; es erwärmt und es reinigt. Das Feuer hat das Überleben der Menschheit und vor allem menschliche Kultur erst möglich gemacht. So galt unseren Vorfah¬ren das Feuer als den Göttern eigen. Pro¬metheus, der es freventlich stahl, mußte diese […]